Die Vereinsgeschichte

Der Grundstein des Mädchenfußballs wurde im Jahr 2001 gelegt. Bei den F- und später E-Juniorinnen agierten Melia Smith, Katrin Weiß, Vanessa Radatz und Melina Pal in gemischten Mannschaften. Recht schnell kamen weitere Mädchen hinzu. Erste Erfahrungen in reinen Mädchenmannschaften sammelten sie als Gastspielerinnen bei der SG Mühlhausen/St.Leon, dem Vorgänger der weiblichen Abteilung von 1899 Hoffenheim.

Begünstigt durch den Ausstieg der Jungs aus der D-Mannschaft spielten letztendlich sechs Mädchen und ein Junge noch in einer gemischten Mannschaft beim SSV. Es wurde der Wunsch geäußert, eine eigene Mädchenmannschaft zu stellen.

In der Saison 2004/05 war es dann so weit. Eine reine Mädchenmannschaft wurde ins Rennen geschickt. Zahlte man mit gerade einmal 8 Spielerinnen durch die Einteilung in eine starke Gruppe in der Herbstrunde in den ersten Spielen noch Lehrgeld, stellten sich recht bald sehr gute Resultate ein. In der Frühjahresrunde wurde gleich der erste Staffelsieg errungen. Schon zur nächsten Spielzeit gelang durch einen souveränen Staffelsieg die Qualifikation zur Endrunde in Badens höchster Klasse. Und das sowohl auf dem Feld als auch in der Halle. Bereits zur Runde 2005/06 nahmen fünf Mädchenmannschaften den Spielbetrieb auf. Neben mehreren Staffelsiegen errang man zahlreiche Turniergewinne bei zum Teil hochkarätig besetzten nationalen und internationalen Turnieren. Ab 2006 war der SSV Waghäusel bei den Mädchen eine feste Größe in Baden. Man spielte mit den älteren Juniorinnenmannschaft stets in der Verbandsliga und erreichte bei den Badischen Hallenmeisterschaften immer die Endrunde. Highlights waren jeweils die dritten Plätze und ein zweiter Platz (2008). Leider reichte es hier aber nie ganz auf das oberste Treppchen. Mehrere Spielerinnen wurden für die Badische Auswahl berücksichtigt.

Gekennzeichnet ist der Werdegang des SSV durch eine starke Fluktuation. Insbesondere die erst spät zum Fußball gekommenen Mädchen hörten auch recht schnell wieder auf, so dass es kaum möglich war, Zweiermannschaften über eine gesamte Saison zu halten. Die Stützen der Mädchen sind auch heute noch die Spielerinnen der ersten Stunden: Ayfer Altintas, Katrin Weiß, Sarina Schuhmacher, Regina Flat, Marija und Angelina Strinic, Vanessa Stegmüller, Melina Pal und Melina Jung.

2007 war es dann soweit, dass sämtliche männliche Mannschaften den SSV verließen. Um die mittlerweile stark gewachsenen Strukturen zu halten blieb nichts anderes übrig, als die Fußballabteilung beim SSV zu übernehmen. Seit dieser Zeit besteht die Fußballabteilung aus rein weiblichen Mannschaften. Kein anderer Verein in der Umgebung außer Hoffenheim kann sich damit rühmen, sich nur um die Probleme im Frauen- und Mädchenfußball kümmern zu müssen. Die Weichen sind gestellt.